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Bau einer Eisvogelbrutwand im Dezember 2010

Hoffentlich zieht der Eisvogel einDer Eisvogel war im Jahr 2009 „Vogel des Jahres“, und das schon zum zweiten Mal nach 1973. Ziel der Aktion ist immer, das Augenmerk auf bedrohte Arten zu richten und dabei nach Lösungen zu suchen, mit welchen Maßnahmen man diesen helfen kann. Bis heute steht der Eisvogel für sauberes Wasser, für naturnahe Bäche, Flüsse, Seen und artenreiche Talauen, kurz für wertvolle Lebensräume. Leider ist es oftmals so, dass der sperlingsgroße, türkis-orange schimmernde Kleinvogel keine geeigneten Lebens- und Bruträume mehr vorfindet, teils durch begradigte Flüsse ohne Uferböschungen, teils wegen verunreinigten Gewässern. Er benötigt für die Brut steile Uferböschungen, in denen er eine Höhle sowie einen Brutkessel bauen kann.

 Da es an diesen natürlichen Steilwänden zunehmend Rolf Thiemann mit Ausrüstungmangelt, gibt es die Möglichkeit, dem Eisvogel mit künstlichen Brutröhren unter die Arme zu greifen. Neben künstlichen Brutröhren kann man auch passende Uferböschungen gerade abstechen, damit der Eisvogel selber eine Röhre heineingraben kann. Der Vorteil der künstlichen Brutröhre liegt in der einfachen Reinigung, sodass sie jahrelang vom Eisvogel benutzt werden kann.

Auch wir  wollten dem Eisvogel passende Brutröhren im Kreis Düren zur Verfügung stellen und trafen uns dazu im Vorgespräch mit Rolf Thiemann, einem Eisvogelfachmann aus Bedburg. Herr Thiemann ist schon seit über 30 Jahren im Eisvogelschutz aktiv und inzwischen ein wahrer „Eisvogelflüsterer“. Mit über 30 gebauten Eisvogelbrutwänden im Erftkreis, die auch fast alle angenommen sind, hat er sich einen großen Erfahrungsschatz angeeignet, sodass er nun weiß, wie die Eisvögel „ticken“. Wir freuen uns sehr, dass nun eine kreisübergreifende Kooperation zu Stande gekommen ist.
oben wird die Wand abgedeckt
Fast fertige Wand
Nach einem ersten Vorgespräch wurden mögliche Stellen im Kreis Düren angeschaut und nach Eignung für den Eisvogel bewertet. Den Zuschlag für die erste Brutwand erhielt die Rur im Bereich von Krauthausen, wo wir schnell eine sehr gut geeignete Stelle vorfanden. Am 18. Dezember 2010 war es dann soweit. Wir trafen uns mit Herrn Thiemann an der besprochenen Stelle bei Schnee und Eis Das Ergebnis wird begutachtetund fingen mit den Arbeiten an. Wir gruben eine Mulde in die Böschung und machten den Boden plan, sodass die Brutwand festen Stand hatte. In die Konstruktion wurde nun ein Gemisch aus Mutterboden und Sand eingefüllt und anschließend die Schwegler Brutröhre eingebaut. Die Brutröhre sowie der –kessel sind danach mit dem Erd-Lehm-Gemisch gut verkleidet worden. Die obere, offene Seite der Brutwand wird dann mit Platten und Dachpappe abgedeckt, dass kein Fressfeind oder Feuchtigkeit die Brutröhre gelangen kann. Der letzte Arbeitsschritt ist das Zuschütten der Brutwand mit Erde sowie das Ausbringen von Grasfladen, damit sich die Wand in das natürliche Landschaftsbild einpasst.
Herr Thiemann fand die ausgewählte Stelle sehr geeignet und meinte, dass sie auch angenommen werden müsste. Wir hoffen das natürlich auch und möchten natürlich auch weiterhin Eisvogelbrutwände an geeigneten Stellen anbringen, um diesen wunderschönen Eisvogel auch in Zukunft im Kreis Düren zu erhalten. Vielleicht sehen Sie dann das „Fliegende Juwel“ wieder bei einem Ihrer Spaziergänge an der Rur oder im weiteren Dürener Kreisgebiet.
Weitere Informationen finden Sie unter der Internetseite von Herrn Thiemann. Klicken Sie dafür einfach auf diesen Link: http://www.naturschutzberater.de/
nun kommt die Erde draufso sieht die Brutwand dann im Sommer von hinten aus

 


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