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PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 12/18 | 26. Februar 2018

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Stürmische Wiederbesiedlungsphase scheint beendet

AG Wanderfalkenschutz stellt Brutbilanz des Wanderfalken in NRW für 2017 vor | Anzahl der Revierpaare nahezu konstant | Natürliche Regulation durch Zunahme des Uhus im urbanen Raum
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Düsseldorf/Recklinghausen– Die Brutsaison der Wanderfalken in Nordrhein-Westfalen war im vergangenen Jahr mit 229 Revierpaaren und 414 ausgeflogenen Jungfalken wieder erfolgreich“, erklärte Michael Kladny, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz des NABU NRW (AGW-NRW), auf dem Jahrestreffen der Wanderfalkenschützer am vergangenen Wochenende in Recklinghausen. Die Wanderfalkenpopulation sei damit auf einem hohen Niveau stabil, bedürfe aber weiter der menschlichen Unterstützung, damit dies so bleibt.

 

In der vergangenen Brutsaison erhärtete sich die im Jahr 2016 angedeutete "Sättigung" bei der Bestandsentwicklung des Wanderfalken in NRW. Die Grenzen beim Brutplatzangebot scheinen erreicht zu sein. So sei trotz eines Plus von 47 ausgeflogenen Jungen in 2017 der Bestand der Revierpaare leicht rückläufig gewesen. „Die AGW rechnet mit einer Abschwächung der Dynamik in der Bestandszunahme und damit einhergehend auch des Bruterfolges der nordrhein-westfälischen Wanderfalkenpopulation“, sagte Kladny. Das Ende der stürmischen Wiederbesiedlungsphase mit starkem Populationswachstum sei erreicht, die Wanderfalken in NRW befänden sich mittlerweile in der Phase des Populationserhalts mit relativ konstanten Bestandszahlen.. „Ein natürlicher populationsdynamischer Prozess, den die AGW so auch erwartet hatte“, so der NABU-Wanderfalkenschützer.


Ein weiterer Faktor, der dem bisherigen konstanten Anwachsen der Wanderfalkenpopulation in NRW natürliche Grenzen setze, ist die Ausbreitung des Uhus. Die größte heimische Eule besiedelt zunehmend den urbanen Raum, den viele Jahre nahezu ausschließlich Wanderfalken für sich nutzen konnten. „In einigen wenigen Fällen konnte nachgewiesen werden, dass Wanderfalken- und Uhu-Paare bei enger Nachbarschaft in urbanen Lebensräumen Verhaltensweisen entwickeln, die beiden Bruten die Chance auf Erfolg ermöglichen“, sagte Kladny. Der Wanderfalke sei jedoch in der Mehrzahl der Fälle dem Uhu unterlegen, wenn beide Arten in geringem räumlichen Abstand voneinander brüteten. Dies sei bereits in historischer Zeit an natürlichen Fels-Brutplätzen so gewesen.

 

In den Regierungsbezirken (RB) Arnsberg, Münster und Düsseldorf flogen im vergangenen Jahr rund 77 % aller in NRW flügge gewordenen Wanderfalken aus. Im RB Köln flogen 14 Prozent aller Jungfalken aus, in Detmold waren es 9 Prozent. Von 229 Revierpaaren begannen 208 mit einer Brut. Davon waren 168 Brutpaare  erfolgreich. Von den ausgeflogenen 414 Jungfalken konnten 264 beringt werden.

 

Für Rückfragen:

Michael Kladny, Sprecher AG Wanderfalkenschutz, mobil: 0157 825 288 45

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | mobil: 0173 4699296 | E-Mail B.Koenigs@NABU-NRW.de


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