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PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr 14 | 07. März 2018

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NABU NRW hofft auf breite politische Unterstützung für den Insektenschutz

Mehr Forschungen zum Erhalt der Insektenvielfalt, umfassendes Pestizidreduzierungsprogramm und Dialog von Wissenschaft, Landnutzern und Naturschutz notwendig________________________________________________________________

 

Düsseldorf/Berlin – „Der NABU NRW begrüßt den heute im NRW-Umweltausschuss diskutierten Antrag der SPD-Fraktion an die Landesregierung, Forschungen zum Erhalt der Insektenvielfalt auszubauen und den Dialog von Wissenschaft, Landnutzern und Naturschutz zu fördern und hofft auf eine breite Unterstützung“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Die Landesregierung sei hier dringend gefordert, ihre Anstrengungen zur Erforschung des Insektenrückgangs zu verstärken, notwendige Maßnahmen wie ein umfassendes Pestizidreduzierungsprogramm auf den Weg zu bringen und den Dialog mit allen Beteiligten rasch zu beginnen.

 

Eine aktuelle Auswertung durch den NABU, die heute veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass 33 Prozent aller auf der bundesweiten Roten Liste aufgeführten Insektenarten (7367 Arten sind erfasst) als gefährdet oder ausgestorben eingeordnet sind. Schmetterlinge und Wildbienen sind davon ebenso betroffen wie Schwebfliegen, Laufkäfer oder Heuschrecken.

 

Wie gravierend der Insektenrückgang tatsächlich ist, lässt sich dabei nur schwer einschätzen. Der Grund: Es mangelt an Daten. So wurden neun Prozent der gelisteten Arten noch gar nicht bewertet, da zu ihnen nur unzureichende Daten vorliegen. Doch viel beunruhigender ist, dass von den etwa 33.000 in Deutschland vorkommenden Insektenarten nahezu 80 Prozent überhaupt nicht auf der Roten Liste stehen – über einen Großteil der Insekten liegen demnach keinerlei Daten vor.

 

Auf Bundesebene hatte der NABU die künftige Bundesregierung heute deshalb bereits dazu aufgefordert, das im Koalitionsvertrag aufgenommene „Aktionsprogramm Insektenschutz“ zügig mit konkreten Maßnahmen in die Tat umzusetzen. Des Weiteren müsse ein dauerhaft und bundesweit angelegtes Monitoring-Programm ins Leben gerufen werden, damit das Wissen über den Zustand von Insekten und die genauen Ursachen ihres Rückgangs erforscht werden können. Hierfür erwarte der NABU NRW eine entsprechende Unterstützung von Seiten der Landesregierung.

 

Wer sich auf politischer Ebene für Insekten engagieren will, kann an der öffentlichen Konsultation zur EU-Bestäuber-Initiative teilnehmen. Der NABU hat hierzu eine Ausfüllhilfe bereitgestellt. Weitere Infos unter: www.NABU.de/EU-Konsultation

 

 

Für Rückfragen:

Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0171 38 67 379

 

 

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Rückfragen dazu richten Sie bitte an die NABU-Pressestelle, Tel. 030-284984-1510, -1952, -1958, E-Mail: presse@NABU.de

 

 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


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