
Das im Jahr 2024 begonnene Hummelmonitoring durch den NABU Düren im Rahmen des MONVIA-Projektes wurde auch dieses Jahr auf der gleichen Transekte (Untersuchungsgebiete) bei Rödingen durchgeführt. Im Zeitraum März bis April wurden in diesem Bereich acht Hummeln gesichtet. Die Sichtungen konnten drei Arten zugeordnet werden. Im restlichen Beobachtungszeitraum von Mai bis Oktober waren es ganze zwei Hummeln, die zwei verschiedenen Arten zugeordnet werden konnten. Mutmaßlicher Grund für die geringe Zahl an Sichtungen in der zweiten Hälfte des Beobachtungszeitraumes war wohl das geringe Nahrungsangebot, da die Transekte zweimal intensiv gemäht worden war.
Im Rahmen der Monatsversammlungen gab es zwei Vortragsabende zum Thema Wildbienen und Hummelmonitoring.

Die Kontrolle der Nistkästen wurden auf dem Gebiet der Agri-Photovoltaikanlage Morschenich, dem Grundstück Kreuzau-Winden „Am Sportplatz“ sowie an der Vogelsangstraße in Jülich durchgeführt. Im Allgemeinen kann man festhalten, dass die Kästen in Kreuzau-Winden und in der Vogelsangstraße gut angenommen wurden. An der Agri-Photovoltaikanlage war leider nur ein Kasten von zehn Kästen mit einem verlassenen Gelege mit toten Küken belegt. Die Ursache ist noch unklar.

Auf dem Grundstück Kreuzau-Winden wurden umfangreiche Pflegemaßnahmen durchgeführt wie die Beseitigung von Brombeeren, Efeu und andere Pflanzen, die die Durchsetzung des regionalen Saatgutes der Biostation behinderten. Des Weiteren wurden Maßnahmen zur Verkehrssicherung im Außenbereich des Grundstückes durchgeführt.
Der NABU hat sich auch an der Einrichtung eines Fledermaushabitats im alten Turm des Gutes Lorsbeck beteiligt. Für dieses Projekt waren umfangreiche Freischneide- und Aufräumarbeiten am und um den Turm herum notwendig, die vom NABU Düren durchgeführt wurden. Weitere Nistkästen für Vögel in der Umgebung des Turmes sind in der Planung.

An den NABU-Hütten wurde das Gelände durch die Installation eines professionellen Sonnenschirmes aufgewertet. Dies ermöglicht jetzt auch im Hochsommer speziell für Kindergruppen eine bessere Nutzung des Außenbereiches der Hütten. Des Weiteren standen einige Instandsetzungsarbeiten an den Hütten an, wie die Erneuerung der Terrasse der Kinderhütte samt Sichtschutz zum See. An der Haupthütte werden ebenfalls Elemente des Sichtschutzes erneuert. Die Vorbereitungen hierfür laufen. Im Hinblick des barrierefreien Zugangs zu dem Hüttengelände wurde ein Handlauf installiert. Für Wasservögel auf den Klärungsteichen wurde ein vom NABU Düren gefertigtes neues Brutfloß ausgebracht, das die alten in die Jahre gekommenen Flöße ersetzt. Links und rechts der Zufahrtsstraße zu den NABU-Hütten wurde das Gelände gereinigt und der Krötenzaun kontrolliert und repariert.
Der NABU Düren betätigt sich auch im Umweltbeirat der Stadt Jülich, um den Gedanken des Naturschutzes und der Artenvielfalt in diesem Gremium zu vertreten. Zentrale Themen waren natürlich u.a. das Schwanenquartier und der Walramplatz in Jülich und die damit verbundene Reduzierung des alten Baumbestandes. Weitere Topics waren auch das Vorantreiben einer weiteren und besseren Begrünung von Straßen und Vierteln der Stadt, durch bessere Strategien bzw. Vorgaben bei der Planung von Bauvorhaben. Im Licht der Flutkatastrophe 2021 war ein weiteres Thema der Erhalt der Bäume auf dem Rurdamm bei Jülich. Diese Problematik ist eng gekoppelt mit der Fragestellung, ob der Rurdamm als Hochwasserschutzbauwerk einzustufen ist (Hochwasserschutzdeiche dürfen nicht mit Bäumen bepflanzt werden).