
Wenn wir im Winter im Straßenverkehr unterwegs sind, sind glatte Straßen für die meisten von uns der Horror. Dann ist jeder froh wenn die Straßenmeisterei mit ihren Streufahrzeugen vor uns raus war um die Straßen zu räumen und mit Streusalz zu streuen, damit das Glatteis beseitigt, oder vorbeugend es erst gar nicht dazu kommt. Es ist ja keine Frage, dass dies auch seine Richtigkeit hat, um Leib und Leben der Verkehrsteilnehmer zu schützen und vorbeugend gegen Verkehrsunfälle beizutragen.
Mein Appell richtet sich an Privatleute, die den Gehweg vor ihrer Haustür dick mit einer Salzschicht einpökeln, oftmals so, als hätte es geschneit, manchmal ist schon wieder besseres Wetter angesagt und der Gehweg ist immer noch weiß vom Salz. Es ist dem privaten Bürger sogar verboten, Salz im öffentlichen Bereich einzutragen. Es sind vom Gesetzgeber nur abstumpfende Mittel erlaubt wie Sand, Splitt und Asche. Auszug aus der aktuellen Information des Dürener Service Betriebes (DSB) unter Streupflichten:
"Auf Gehwegen ist die Verwendung von Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen grundsätzlich verboten, ihre Verwendung ist nur erlaubt
a) in besonders begründeten Ausnahmefällen, wie z.B. Temperatur um 0 Grad, Glatteis, Eisregen,
b) sowie auf Treppen, Rampen, Brückenauf- und -abgängen, Gefäll- oder Steigungsstrecken, Überquerungshilfen oder auf ähnlichen Gefahrenstellen.
Gehwege mit Baumbeständen oder angrenzender Begrünung dürfen nicht mit Salz bestreut werden. Schnee, der mit Salz vermischt ist, darf auf und an ihnen nicht abgelagert werden."

Die Verwendung von Streusalz kann sogar geahndet werden. Das Streusalz gelangt bei Tauwetter ins Grundwasser oder in die Kanalisation und so direkt in den nächsten Bach oder Fluss. Viele Menschen denken, dass alles, was in den Gully gelangt, zur Kläranlage fließt und dort gereinigt wird. Dies ist nicht der Fall. Das sogenannte Oberflächenwasser wird meist auf direktem Weg zu einem Bach geleitet, in dem das salzhaltige Wasser zu großen Schäden an Mikroorganismen und Wassertieren wie Krebsen und Fischen führt, die nur Süßwasser vertragen. Auch Hundebesitzer wissen um die qualvollen Eigenschaften des Streusalzes, wenn der treue Begleiter über das Salz des Gehweges läuft und winselt vor Schmerzen an den Fußballen. Manchmal, so habe ich es schon öfter erlebt, weiß man nicht wo man gehen soll; die Gehwege sind weiß gestreut - genau wie die Straße. Also bitte lieber Sand, Splitt oder Asche zum Streuen verwenden.