Der NABU hat eine Meldeaktion gestartet, um die Verbreitung von Europäischen und Asiatischen Hornissen zu untersuchen. Dabei sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen: Lernen Sie die Arten zu unterscheiden und melden Sie uns Hornissen, die Sie beobachten, am besten mit Foto.
Seit 2023 ist die Asiatische Hornisse ein großes Thema in den Medien, das stark dramatisiert wird und bei vielen zu Verunsicherung führt. Sie ist vor allem bei Imker*innen unbeliebt, da sie bis zu sechs Honigbienen am Tag verspeisen kann. Genau wie die heimische Hornisse, verspeist sie auch andere Insekten. Oft wird sie mit der heimischen Europäischen Hornisse verwechselt, was fatale Konsequenzen haben kann, denn diese spielt eine bedeutende Rolle in unseren Ökosystemen und steht zudem unter besonderem Schutz. Deshalb ist es wichtig, Menschen dafür zu sensibilisieren.

Gleichzeitig muss die geografische Verbreitung der Asiatischen Hornisse untersucht werden. Bisher konnte sie, mithilfe von Fotos, auch im Kreis Düren nachgewiesen werden. Die bestehende Datenlage soll mithilfe der Mitmachaktion verbessert werden, um die weitere Ausbreitung dieser invasiven Art engmaschig überwachen zu können.
Idealerweise beobachten Sie die Hornissen mit etwas Abstand. Hornissen sind Wildtiere. Bitte fassen Sie diese nicht an oder bedrängen sie. Auch wenn Europäische Hornissen grundsätzlich sehr friedlich sind, können sie stechen, wenn sie sich gestört fühlen. Asiatische Hornissen sind etwas aggressiver. Das kann insbesondere für Menschen, die allergisch auf Hornissenstiche reagieren, gefährlich sein. Das Gift der Europäischen und Asiatischen Hornisse ist jedoch generell nicht giftiger als das von Honigbienen.
Die nachstehende Graphik zeigt recht genau den Unterschied der beiden Hornissenarten. Die Nester der Asiatischen Hornisse lassen sich leicht im Winter erkennen, fotografieren und dann melden. Sie findet man an Bäumen und sie können in großer Höhe hängen. Die Nestöffnung der geschützten Europäischen Hornissen ist unten, bei den Asiatischen Hornissen im mittleren Bereich.
Bitte die asiatischen Hornissen melden an die Untere Naturschutzbehörde an Frau Mödrath,
Gemeinsam mit NABU|naturgucker hat der NABU von August bis November 2025 dazu aufgerufen, Hornissen zu melden. Ziel war es, die Verbreitung von Europäischen, Asiatischen und Orientalischen Hornissen zu untersuchen. Nun liegen die Ergebnisse vor: Hornissen melden - NABU
Hornissen können unabhängig von der Meldeaktion das ganze Jahr über im Meldeportal NABU/naturgucker gemeldet werden. Dort gibt es auch weiterhin die Artenportraits der Hornissen und Verwechslungsarten und aktuelle Beobachtungen anderer Nutzer*innen zum Nachschauen.