Der Wasserdost

Insektenmagnet im Garten

von Ute Nieveler


Honigbiene Wasserdost Naturschutztipps Insekten NABU Düren
Honigbiene auf Wasserdost (Foto: Ute Nieveler)

Wasserdost Naturschutztipps Insekten NABU Düren
Foto: Ute Nieveler

Wasserdost (Eupatorium cannabinum) ist in der Natur u.a. an Waldrändern und am Rand von Gräben zu finden. Die Blütezeit des Korbblütlers dauert von Juli bis September, aus den Blattachseln wachsen immer wieder neue Blütenstände. Im Winter sterben die oberirdischen Triebe ab.

 

Als Gartenpflanze ist der Wasserdost recht genügsam. Bei uns steht eine große Pflanze seit Jahren in einem Beet von ca. 50 cm Breite und 100 cm Länge. Dieses Beet ist eingefasst von Gehwegplatten, Rasengittersteinen und einem Gebäude. Es ist außerdem etwas abschüssig und Sonne gibt es ca. 6h am Tag. Die Pflanze wird ohne zusätzliche Düngung über 180 cm hoch. Das Substrat besteht überwiegend aus Lösslehm. Gewässert wird nur, wenn die Blätter in sehr langen Trockenperioden schlapp herunterhängen. Die Pflege beschränkt sich ansonsten auf regelmäßiges Abschneiden der abgeblühten Triebe, um Selbstaussaat zu reduzieren und Rückschnitt der alten Triebe bodennah im Frühjahr. Der Austrieb erfolgt erst recht spät.

Sechsbinden-Furchenbiene Wasserdost Naturschutztipps Insekten NABU Düren
Sechsbinden-Furchenbiene auf Wasserdost (Foto: Ute Nieveler)

Zur Vermehrung kann man die Pflanze teilen oder die Jungpflanzen aus Selbstaussaat umpflanzen. Die Samen können durch ihre Schirme ähnlich wie Löwenzahnsamen recht weit vom Wind weggetragen werden.

Besucher sind vor allem Schwebfliegen und Schmetterlinge, aber auch andere Fliegenarten und Wildbienen. Auf die Blütenbesucher wartet dann auch schon mal eine Spinne oder Wespe. Auf kleinem Raum ergibt sich so eine Fülle an möglichen Beobachtungen. Somit ist der Wasserdost eine wertvolle Gartenpflanze für Mensch und Tier.


Foto links (bzw. bei Darstellung auf mobilen Endgeräten: oben): Tagpfauenauge auf Wasserdost

Foto Mitte: Holzbiene auf Wasserdost

Foto rechts (bzw. bei Darstellung auf mobilen Endgeräten: unten): Veränderliche Krabbenspinne auf Wasserdost

(Fotos: Ute Nieveler)